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“gejammert wird gemeinsam”

………. Quelle: www.borco.de

“gejammert wird gemeinsam” ( Wochenmarkt - Wochenmärkte )

…..es gibt Märkte, deren Händler in trauter Einigkeit ständig jammern. Über zu wenig Kunden, zu wenig Umsatz, zu wenig Erlös. Sie klagen über das schlechte Wetter, über die flaue Konjunktur und die miesen Umstände. Nur über sich selbst klagen sie nie. Dabei hätten sie allen Grund dazu…

 

…Wochenmärkte sind Gemeinschaftsveranstaltungen mit dem Ziel, größtmögliche Umsatzerfolge zu erzielen. Das setzt allerdings gemeinsame Anstrengungen in punkto Werbung voraus. Genau daran hapert es. Und das ist schade. Denn so sehr Wochenmärkte davon profitieren, dass sie Einkaufserlebnisse vermitteln, die man im Supermarkt nicht findet, so sehr leiden sie darunter, dass nur selten an einem gemeinsamen Strang gezogen wird. Einer wartet auf den anderen, selten ergreift einer die Initiative…

2 Antworten auf ““gejammert wird gemeinsam””

  1. Espresso & Co sagt:

    VERÄNDERTE LEBENSGEWOHNHEITEN,

    und ein verändertes Kaufverhalten haben bereits Auswirkungen auf den traditionsreichen Wochenmarkt Karl-August-Platz in Berlin Charlottenburg.

    Die Besucherzahlen sinken und somit auch die Umsätze, da Kunden, die Vorteile der längeren Öffnungszeiten im Einzelhandel, in den Kaufhäusern und seit Kurzem auch in den Wilmersdorfer Arcarden in Anspruch nehmen können, während viele Berliner Wochenmärkte sich noch immer an den Öffnungszeiten von vor 50 Jahren orientieren, die zu dem aktuellen Kaufverhalten des Kunden von heute schlicht nicht mehr passen.

    Der Wochenmarkthandel ist seit jeher ein Garant für dauerhafte Frische, Vielfalt, Qualität und Beratung. Die Stammkunden wissen es zu schätzen, die junge Kundschaft umso mehr: “…aber bitte mittwochs nach Feierabend und samstags nach der morgendlichen Entspannung…” sind die Wünsche der Marktkundschaft. Bei einer immer größer werdenden Teilzeitbeschäftigung und einer immer vielfältigeren Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten sind dies nachvollziehbare Argumente.

    Dabei ist der Marktkunde von heute bereit, für frische Ware und das “Einkaufserlebnis Wochenmarkt” etwas mehr zu bezahlen, dabei die angenehme Atmosphäre und die persönliche Beratung der Händler in Anspruch zu nehmen. Eigenartig ist es schon, daß überwiegend die Geschäftsleute von heute, die jungen Unternehmer auf den Kunden zugehen, strategische Verkaufsschlager entwickeln, ausgeklügelt bis ins kleinste Detail, um sich dem veränderten Kaufverhalten der heutigen Kundschaft anzupassen. Bemühungen, die aber dem Markthändler nicht offen stehen, ihn sogar hindern, weil behördliche Bestimmungen um 13.00 Uhr bzw. samstags um 14.00 Uhr anordnen, den Markt zu schließen.

    Warum die Öffnungszeiten nicht einfach ausweiten und gezielt auf die heutigen Bedürfnisse, insbesondere der Kunden, anpassen ?!

    “Unmöglich: Unser Arbeitstag beginnt um 03.00 Uhr. Salate zubereiten, einkaufen usw. Außerdem ist das schon immer so und soll auch so bleiben, wir haben uns daran gewöhnt.” So sind zum Teil die Argumente einiger Markthändler.

    Diese werden ihre Meinung sehr schnell verändern müssen, weil sonst die gern immer später kommende Kundschaft ganz einfach atraktivere Einkaufsmöglichkeiten in Anspruch nimmt. Insbesondere am Mittwoch schließt der Wochenmarkt um 13.00 Uhr, kurze Zeit später haben die ersten Kunden Feierabend und würden gern auf dem Markt einkaufen …

    Andere Markthändler sehen die große Chance die Umsätze zu steigern, um dem harten Markthändlerleben einen unternehmerischen Charakter zu geben. Somit kann man erreichen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und gegenüber den großen Einkaufshäusern wettbewerbsfähiger zu werden, ohne die jetzigen unfairen organisatorischen Nachteile.

    Der Wochenmarkteinkauf ist längst nicht mehr Pflichteinkauf für den Alltag, sondern Erlebniseinkauf für die ganze Familie. Die “Arcarden-Unternehmen” machen dies seit Jahren vor und das mit offensichtlich sehr guten Ergebnissen.

    Und was ist mit dem traditionsreichen Wochenmarkt am Karl-August-Platz? Er ist einer der größten seiner Art in Berlin. Er dümpelt (besonders am Mittwoch) vor sich hin und überläßt immer mehr, fast wie ein geschlachtetes Kalb, der Geschäftswelt in der Wilmersdorfer Straße, die in unserem Kiez vorhandene Kundschaft mit einer sehr gut ausgestatteten Kaufkraft. Was für ein Potenzial !!!

    Und, was wird aus unseren Straßen und Plätzen? Hoffentlich mehr als nur ein immer anonymer werdender Durchgang, in dem die menschliche Kontaktfreude und interessante Gespräche aussterben.

    Ein sehr passender Leitsatz in diesem Forum ist:
    “Es ist die Gemeinschaft die uns stark macht!”
    … in diesem Sinne …

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